Jungius-Preisträger des Jahres 2019

v.l.n.r. v.l. Professor Wolfgang Bernard (GFUR), die vier Jungius-Preisträger 2019: Dr. Marin Österreich, Dr. Christopher Paul Rüger, Dr. Kerstin Schümann, Dr. Steffen Weimann, und der Rektor der Universität Rostock, Professor Wolfgang Schareck
Foto © ITMZ |Universität Rostock

 

Vier Arbeiten wurden in diesem Jahr mit dem jeweils mit 2.000 Euro dotierten Jungius-Preis ausgezeichnet:

  • Dr. Martin Österreich (geb. Beck), Fakultät für Maschinenbau und Schiffstechnik |Thema der Dissertation: „Ionische Flüssigkeiten als Abschreckmedien bei der Wärmebehandlung metallischer Werkstoffe“
  • Dr. Christopher Paul Rüger, Mathematisch-Naturwissenschaftliche Fakultät | Thema der Dissertation: „Development and evaluation for innovative sampling, separation and ionization techniques for ultra-high resolution mass spectrometry – Analysis of petroleum and combustion aerosol samples.“
  • Dr. Kerstin Schümann, Fakultät für Maschinenbau und Schiffstechnik | Thema der Dissertation: „Werkstoffgerechte Designentwicklung für biogradierbare koronare Polymerstents sowie deren strukturmechanische und experimentelle Analyse“
  • Dr. Steffen Weimann, Mathematisch-Naturwissenschaftliche Fakultät | Thema der Dissertation: „Complex lattice modes in waveguide networks and photonic solids”

 

 

Hintergrundinformationen zu den Ausgezeichneten:

Dr. Martin Österreich absolvierte an der Universität Rostock ein Maschinenbaustudium und wurde im Anschluss Mitarbeiter am Lehrstuhl für Werkstofftechnik an der Universität Rostock. Gegenstand seiner Dissertation ist die Wärmebehandlung metallischer Werkstoffe zur Erzielung gewisser Werkstoffanforderungen, insbesondere gewisser Härtegrade. Erstmals wurden zur Tauchabschreckung nichtverdampfende Medien benutzt, und zwar sogenannte ionische Flüssigkeiten. Das sind flüssige Salze, die auch bei Raumtemperatur flüssig bleiben. Die Untersuchungen ergaben, dass ionische Flüssigkeiten Eigenschaften eines nahezu idealen Abschreckmediums besitzen.

Dr. Christopher Paul Rüger verfasste eine kumulative Dissertation, in die neun eigene Publikationen einfließen, die in führenden Fachzeitschriften publiziert und bereits nach kurzer Zeit mindestens 60-mal in anderen Veröffentlichungen weltweit zitiert wurden. Zentrales Thema ist die Weiterentwicklung von Methodiken der hochauflösenden Massenspektrometrie, insbesondere die Etablierung verschiedener Ionisierungstechniken und die Verbesserung der Datenauswertung.

Dr. Kerstin Schümann studierte an der Universität Rostock Biomedizinische Technik. Ziel der interdisziplinären Arbeit war die Entwicklung neuartiger Designs resorbierbarer koronarer Polymerstents (d.h. Gefäßstützen) mit möglichst günstigen kardiologischen und biomechanischen Struktureigenschaften. Sie entwickelte in ihrer Arbeit drei verschiedene Polymerstent-Designs. Dr. Schümann lieferte einen signifikanten Beitrag für die Entwicklung bioabbaubarer Stents mit verbesserten mechanischen Eigenschaften und komplikationslosem Langzeitverhalten.

Dr. Steffen Weimann studierte an der FSU Jena und in Florida Physik. 2016 wechselte er an die Universität Rostock und beteiligte sich hier am Aufbau der Photonik durch die Arbeitsgruppe von Professor Alexander Szameit. Hierbei handelt es sich um neue Entwicklungen der Informationsübertragung und Informationsverarbeitung unter Vermeidung von elektronischen Schaltkreisen, wobei wesentlich die Quanteneigenschaften des Lichtes genutzt werden. Unter anderem geht es auch um die Entwicklung von neuartigen Quantencomputern, die den derzeitigen Computern weit überlegen sind.

 

 

 

Jungius-Preisträger des Jahres 2018

v.l.n.r. Rolf Peter Schultz (Vorstandsmitglied der GFUR), Dr. Maxi Kersten (UMR), Dr. Markus Kersten (PHF), Dr. Doreen Brandt (PHF), Prof. Wolfgang Schareck (Rektor)
Foto © ITMZ |Universität Rostock

 

Dr. Maxi Kersten (UMR) erhält einen Jungius-Preis für ihre Dissertation zum Thema „Untersuchung der Verhaltens- und Gedächtnisleistungen im In-vivo-Tiermodell der Anti-NMDA-Rezeptor-Enzephalitis“

Dr. Markus Kersten (PHF) erhält einen Jungius-Preis für seine Dissertation zum Thema „Blut auf Emathischen Feldern. Studien zur Rezeption von Vergils Georgica in Lucans Bellum Civile“.

Dr. Doreen Brandt (PHF) wird für ihre Dissertation zum Thema „Texttypen und Überlieferungskontexte – Untersuchung zur Überlieferung ereignisbe­zogener Dichtung am Übergang vom Spätmittelalter zur Frühen Neuzeit am Beispiel der Lieder und Reimpaarungen mit Bezug auf die Schlacht bei Hemmingstedt“ geehrt.

 

Die GFUR hatte im Jahr 2018 eine Premiere zu verzeichnen: Erstmalig wurde ein Geschwisterpaar mit dem Joachim-Jungius-Preis ausgezeichnet. Dabei legten die Geschwister Dr. Maxi Kersten und Dr. Markus Kersten höchst unterschiedliche – jeweils herausragende – Dissertationen vor und wurden von der Universitätsmedizin bzw. der Philosophischen Fakultät promoviert. Die GFUR gratuliert den Geschwistern.

 

v.l.n.r. Rolf Peter Schultz (Vorstandsmitglied der GFUR), Dr. Maxi Kersten (UMR), Dr. Markus Kersten (PHF), Prof. Wolfgang Schareck (Rektor)
Foto © ITMZ |Universität Rostock

 

Jungius-Preisträger des Jahres 2017

v.l.n.r. Prof. Dr. Wolfgang Bernard (2. Vorsitzender der GFUR), Dr. Jonas Bresien (MNF), Dr. Moritz Hübel (MSF), Dr. Martin Koschkar (WSF), Prof. Wolfgang Schareck (Rektor)

 

Dr. Jonas Bresien (MNF) erhält einen Jungius-Preis für seine Dissertation zum Thema „Synthesis and Characterisation of Cyclic Polyphosphanes”

Dr.-Ing. Moritz Hübel (MSF) wird für seine Dissertation zum Thema „Verbesserung des transienten Betriebsverhaltens und der Systemdienstleistungsbereitstellung thermischer Kraftwerke mittels dynamischer Simulation” geehrt.

Dr. Martin Koschkar erhält einen Jungius-Preis für seine Dissertation zum Thema „Subnationale Außenbeziehungen – Mecklenburg-Vorpommern und Schleswig-Holstein im Ostseeraum”.

Jungius-Preisträger des Jahres 2016

v.l.n.r. Rolf Peter Schultz (Schatzmeister der GFUR), Dr. Hannes Brehme (UMR), Dr. Thomas Flisgen (IEF), Dr. Christian Klager (PHF), Prof. Wolfgang Schareck (Rektor)

 

Dr. med. Hannes Brehme (UMR) erhält einen Jungius-Preis für seine Dissertation zum Thema „Einfluss des Proteinkinase CK 2 Inhibitors 4,5,6,7-Tetrabromobenzotriazole auf das Nachpotential im Pilocarpinmodell der Temporallappenepilepsie“.

Dr.-Ing. Thomas Flisgen (IEF) wird ausgezeichnet für seine Dissertation zum Thema „Compact State-Space Models for Complex Superconducting Radio-Frequency Structures based on Model Order Reduction and Concatenation Methods”.

Dr. phil. Christian Klager (PHF) erhält einen Jungius-Preis für seine Dissertation zum Thema „Zu einer Philosophie des Spiels – Bedeutungsdimensionen des Spielens in methodischer Absicht”.

Dr.-Ing. Ulf Schmitz (IEF) erhält in Abwesenheit für seine Dissertation zum Thema „An investigation of microRNA target regulation mechanisms using an integrative approach” einen Jungius-Preis.

Jungius-Preisträger des Jahres 2015

v.l.n.r. Prof. Wolfgang Schareck (Rektor), Dr. Hussein Al-Shatri (IEF), Dr. Laura Bierhansl (UMR), Dr. Clara Ruvituso (WSF), Prof. Dr. Wolfgang Bernard (2. Vorsitzender der GFUR)

 

Dr.-Ing. Hussein Al-Shatri (IEF) wird ausgezeichnet für seine Dissertation zum Thema „Interference Reduction in Multiuser Relay Networks“.

Dr. med. Laura Bierhansl (UMR) erhält einen Jungius-Preis für ihre Dissertation zum Thema „Der Toll-like Rezeptor 2 moduliert Endothelzellfunktionen und Gefässneubildungsprozesse: Bedeutung der Interaktion des TLR2 mit dem SDF-1/CXCR4 System“.

Dr. Clara Ruvituso (WSF) wird mit einem Jungius-Preis geehrt für ihre Dissertation zum Thema „Los filósofos y el primer peronismo. Crisis, identitad y existencialismo en la filosofía argentina im Gespräch con el mundo alemán“.

Jungius-Preisträger des Jahres 2014

v.l.n.r. Prof. Dr. Wolfgang Bernard (2. Vorsitzender der GFUR), Dr. Wolfgang Peters (Schriftführer der GFUR), Dr. Nina Siebers (AUF), Dr. Christian Schmidt (IEF); Prof. Dr. Timmermann (er nimmt den Preis für seinen Doktoranden Dr. Peter Danielis (IEF) entgegen), Prof. Wolfgang Schareck (Rektor)

 

Dr. agr. Nina Siebers (AUF) nimmt den Jungius-Preis für ihre Dissertation zum Thema „Bone char effects on phosphorus and cadmium in the soil-plant-system“ entgegen.

Dr.-Ing. Christian Schmidt (IEF) erhält einen Jungius-Preis für seine Dissertation zum Thema „Uncertainty quantification in a computationally optimised volume conductor model for deep brain stimulation“

Dr.-Ing. Peter Danielis (IEF) wird ausgezeichnet für seine Dissertation zum Thema „Peer-to-Peer-Technologie in Teilnehmerzugangsnetzen“

Jungius-Preisträger des Jahres 2013

v.l.n.r. Prof. Dr. Wolfgang Bernard (2. Vorsitzender der GFUR), Dr. Felix Gärtner (MNF), Dr. Ludmila Lutz-Auras (WSF), Dr. Jan Sperling (MNF), Prof. Dr. Wolfgang Schareck (Rektor)

 

Dr. Felix Gärtner (MNF) wird mit einem Jungius-Preis ausgezeichnet für seine Dissertation zum Thema „Development of New Catalysts for Water Reduction, Water Oxidation, and Hydrogen Release from Formic Acid“

Dr. Ludmila Lutz-Auras (WSF) wird ausgezeichnet für ihre Dissertation zum Thema „Auf Stalin, Sieg und Vaterland“

Dr. Jan Sperling (MNF) erhält einen Jungius-Preis für seine Dissertation zum Thema „Characterization of Entanglement in Continuous Variable Systems“

Jungius-Preisträger des Jahres 2012

v.l.n.r. Wolfgang Grieger (1. Vorsitzender der GFUR), Dr. Christina Bohk (WSF), Dr. Claas Cornelius (IEF), Prof. Wolfgang Schareck (Rektor)

 

Dr. rer. pol. Christina Bohk (WSF) erhält einen Jungius-Preis für ihre Dissertation zum Thema „Entwicklung, Implementierung und beispielhafte Anwendung eines neuartigen probabilistischen Bevölkerungsprognosemodells“

Dr.-Ing. Claas Cornelius (IEF) wird ausgezeichnet für seine Dissertation zum Thema „Design of complex integrated systems based on networks-on-chip Trading off performance, power and reliability“

Jungius-Preisträger des Jahres 2011

v.l.n.r. Dr. Wakane Negassa Chewaka (AUF), Dr. Christian Reiher (MNF), Dr. Gabriele Richter (THF)

v.l.n.r. Wolfgang Grieger (1. Vorsitzender der GFUR), Dr. Gabriele Richter (THF), Dr. Stephan Peitz (MNF)

Dr. agr. Wakane Negassa Chewaka (AUF) erhält den Preis für seine Dissertation zum Thema „Organic matter effects on phosphorus dynamics in tropical soils: sorption, fraction, speciation and biochemical activities“

Dr. rer. nat. Christian Reiher (MNF) wird ausgezeichnet für seine Dissertation zum Thema „A proof of the Theorem according to wich every prime number possesses property B“

Dr. Gabriele Richter (THF) erhält den Jungius-Preis für ihre Dissertation zum Thema „The `Occupatioin´ of Mission Field: Wilhelm Bergmann`s Mission Work in the 1930s in Chimbu  (Highland New Guinea) in the Autobiography `Vierzig Jahre in Neuguinea´ and other `Source´”

Dr. rer. nat. Stephan Peitz (MNF) wird geehrt für seine Dissertation zum Thema „Metallorganische Untersuchungen zur katalytischen Selektivoligomerisierung von Ethylen mit Chromkomplexen“

Jungius-Preisträger des Jahres 2010

v.l.n.r. Wolfgang Grieger (1. Vorsitzender der GFUR), Dr. Andreas Arndt (IEF), Dr. Marco Kai (MNF), Dr. Stephan Kische (UMR), Dr. Nadja Milewski (WSF), Prof. Dr. Wolfgang Schareck (Rektor)

 

Frau Dr. rer. pol. Nadja Milewski wird für ihre Dissertation “Fertility of Immigrants and Their Descendants in West Germany – An Event-history Approach.” ausgezeichnet.

Dr.-Ing. Andreas Arnderhält den Förderpreis für seine Dissertation mit dem Titel „Physiologische Regelung von implantierbaren rotierenden Blutpumpen zur chronischen Linksherzunterstützung“. 

Dr. rer. nat. Marco Kai wird für seine Dissertation “Analyse und Wirkungen flüchtiger Metabolite von Serratia odorifera 4Rx13” geehrt.

Dr. med. Stephan Kische erhält den Förderpreis für seine Dissertation mit dem Titel „Die endovaskuläre Implantation von Stentgrafts bei Typ B-Aortendissektion unter prognostischen Gesichtspunkten.“