Prof. Dr. Dietrich Barfurth
Rektor 1917-1918
Professor der Anatomie
Mitbegründer und Mitglied der GFFUR

Prof. Dr. Johannes Geffcken
Rektor 1924-1925
Professor für Klassische Philologie
Neubegründer der MLUG

Prof. Dr. Gerhard Maeß
Rektor 1990-1998
Professor für Numerische Mathematik
Gründer der GFUR

Historie der GFUR

Es gibt in Rostock eine lange Tradition dafür, dass Universitätsmitglieder, Privatpersonen, Firmen und Banken die Universität unterstützen.

Am 20. Juni 1918, noch im Kaiserreich und mitten im 1. Weltkrieg, wurde im Rostocker Ständehaus die „Gesellschaft der Freunde und Förderer der Universität Rostock e.V.“ (GFFUR) gegründet. Sie hatte den Zweck, Kapital zu beschaffen und zu verwalten, dessen Zinsen zur Errichtung und Erhaltung noch nicht vorhandener Lehrstühle und zur Bestreitung wissenschaftlicher Bedürfnisse ihrer Landesuniversität oder ihres Lehrkörpers verwendet werden sollten. Die GFFUR trug beispielsweise dazu bei, Seminare mitzufinanzieren, die das Schweriner Unterrichtsministerium für die Universität Rostock aus Anlass ihrer 500-Jahrfeier errichtet hatte. Das Kapital der GFFUR schmolz leider während der Inflation dahin und die Zahl der Beitragszahler strebte gegen Null.

Deshalb wurde in der Generalversammlung der GFFUR am 31.1.1925 die Neugründung der Gesellschaft als „Mecklenburgische Landes-Universitäts-Gesellschaft e.V. (MLUG) beschlossen. Die Einnahmen wurden nicht mehr in Wertpapieren angelegt, sondern für augenblickliche Bedürfnisse verwendet. Und die Wohlfahrt für arme Studenten sollte gleichbedeutend mit der Förderung der Universität sein. Die MLUG hatte zeitweise mehr als 1300 Mitglieder. Städte wie Bad Doberan, Dömitz, Gnoien, Grabow, Grevesmühlen, Güstrow, Lübz, Malchin, Plau, Ribnitz, Röbel, Rostock, Schwerin, Teterow und Wismar waren kooperative Mitglieder. Es gab sogar Ortsgruppen in Schwerin,
Wismar, Güstrow, Ribnitz, Friedland, Waren, Neustrelitz, Ludwigslust mit eigenen Vorständen. Im Rahmen von „Universitätswochen“ hielten Rostocker Professoren Vorträge in verschiedenen mecklenburgischen Städten. Die MLUG war noch 1944 aktiv. Nach dem 2. Weltkrieg gab es sie nicht mehr.

1946 nahm die Universität ihren Lehrbetrieb wieder auf. Eine Fördergesellschaft gab es aber während der gesamten DDR-Zeit nicht.

Nach Wiederherstellung der Autonomie der Universität Rostock und nach demokratischer Wahl der Gremien wurde am 1. Januar 1991 die „Gesellschaft der Förderer der Universität Rostock e.V.“ (GFUR) gegründet, denn es hatte sich herausgestellt, dass auch in der Bundesrepublik Deutschland die Haushaltsmittel einer Universität für bestimmte Dinge nicht ausreichen oder nicht genutzt werden dürfen. Die enge Vernetzung der Universität Rostock mit den wissenschaftlichen und kulturellen Einrichtungen der Stadt und des Landes wurde Ziel und Zweck der neuen Fördergesellschaft. Neben diversen Projekten aus Forschung und Lehre konzentrierte die GFUR ihre Aktivitäten immer mehr auf die Bedürfnisse der Studierenden und Nachwuchswissenschaftler: Jährliche Verleihung der Joachim-Jungius-Förderpreise der Universität Rostock für herausragende Dissertationen sowie der Förderpreise für Lehre für die besten Lehrveranstaltungen, Auszeichnung sehr guter Lehramts- und ausländischer Studierender sowie Mitfinanzieren von Deutschlandstipendien.

Die GFUR strebt weiter an, die persönlichen Beziehungen ihrer Mitglieder aus Universität, Stadt und Land zu vertiefen.

Wolfgang Peters
Januar 2019

 


Fotos:
(Nr 1): © Archiv der Universität Rostock
(Nr 2+3): © ITMZ der Universität Rostock